Was ich jetzt pflanze – und warum weniger oft mehr ist
Der Frühling fühlt sich nicht nur draußen an wie ein Neubeginn –
er beginnt leise, im Boden, in den Händen, im Bauch.
Während viele jetzt hektisch säen, pflanzen und planen, gehe ich einen anderen Weg:
achtsam, verbunden und Schritt für Schritt.
In diesem Beitrag teile ich mit dir,
- was ich jetzt im Frühling wirklich pflanze,
- warum ich manches bewusst noch nicht aussäe
- und wie du deinen Garten (oder Balkon) so vorbereitest,
dass er dich das ganze Jahr trägt – nicht stresst.
🌱 Frühling ist kein Startschuss – sondern ein Gespräch
Der größte Fehler im Frühling ist Eile.
Die Natur schreit nicht „LOS!“,
sie flüstert:
„Hörst du mich schon?“
Bevor ich auch nur einen Samen in die Erde lege, beobachte ich:
- Wie fühlt sich der Boden an?
- Ist er kalt oder schon lebendig?
- Welche Pflanzen zeigen sich von selbst?
Denn Wildkräuter sind die ehrlichsten Lehrer.
🌿 Diese Pflanzen kommen bei mir jetzt in die Erde
🌼 1. Robust & dankbar: Frühstarter
Diese Pflanzen können mit kühlen Nächten umgehen:
- Spinat
- Radieschen
- Pflücksalat
- Mangold
- Rucola
- Zwiebeln & Schalotten
👉 Sie wachsen schnell, geben frühe Erfolge
und stärken das Vertrauen in den eigenen Garten.
🌼 2. Wildkräuter – oder besser: Ich lasse sie wachsen
Ich säe sie nicht.
Ich lasse sie sein:
- Brennnessel
- Giersch
- Löwenzahn
- Vogelmiere
Warum?
Weil sie genau da wachsen, wo sie gebraucht werden.
Und weil sie mehr über deinen Boden verraten als jeder Test.
🌼 3. Kräuter, die jetzt wirklich Sinn machen
Nicht alle Kräuter lieben den Frühling.
Jetzt gut:
- Petersilie
- Schnittlauch
- Kerbel
- Koriander (früh!)
Ich warte bewusst noch mit:
- Basilikum
- Rosmarin
- Thymian (wenn Frost droht)
Geduld ist auch Selbstversorgung.
🌾 Was ich im Frühling nicht mache (und warum)
❌ Ich pflanze nicht alles auf einmal
❌ Ich zwinge keine Pflanzen
❌ Ich dünge nicht sofort
❌ Ich plane nicht „perfekt“
Stattdessen:
- Ich höre zu
- Ich lasse Platz
- Ich beobachte
- Ich vertraue
Ein Garten darf sich entwickeln, genau wie wir.
🌍 Selbstversorgung beginnt im Kopf – nicht im Beet
Viele denken bei Selbstversorgung an:
- volle Beete
- große Erträge
- Kontrolle
Ich denke an:
- Verbindung
- Vertrauen
- Mitgehen
Selbstversorgung ist kein Kampf gegen die Natur,
sondern eine Beziehung mit ihr.
❓ Häufige Fragen (FAQ)
🌱 Wann ist der beste Zeitpunkt zum Pflanzen?
Nicht nach Kalender, sondern nach Gefühl:
- Boden nicht mehr eiskalt
- Nächte beobachten
- Wildkräuter als Zeichen nehmen
🌱 Brauche ich Dünger im Frühling?
Meist nein.
Ein lebendiger Boden versorgt sich selbst –
zu viel Dünger macht Pflanzen träge.
🌱 Kann ich auch auf dem Balkon starten?
Unbedingt!
Schon ein Topf mit:
- Schnittlauch
- Salat
- Wildkräutern
verändert dein Verhältnis zur Natur.
🤍 Ein leiser Abschluss
Vielleicht ist dieser Frühling nicht dafür da,
alles neu zu machen.
Sondern dafür,
wieder zu fühlen, was wirklich wachsen will.
🧪 Mehr rund um Verarbeitung & Wildkräuter
🌿 Passende Pflanzen
⚠️ Wichtige Grundlagen
🏡 Mehr entdecken
🌿 SpiritUndStein lebt von deiner Unterstützung
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat oder dich inspiriert, freue ich mich sehr, wenn du meine Arbeit rund um Wildkräuter, Selbstversorgung und Naturwissen mit einer Spende unterstützt. So kann ich auch in Zukunft neue Inhalte, Rezepte und Podcastfolgen für dich erstellen.
Jetzt unterstützen🤍 Danke, dass du meine Arbeit möglich machst. Jeder Beitrag – klein oder groß – bedeutet mir unglaublich viel.

